Künstlerstimmen zur AkademieGalerie

www.art-terminal.de März 2000
von Christine Gottlob


Eine Ausstellung in der AkademieGalerie kann der Anfang einer Künstlerkarriere sein. Art-terminal befragte Künstler und Künstlerinnen, die ihre Werke in der AkademieGalerie präsentierten.

Falls auch Sie Erinnerungen, Eindrücke und Erlebnisse mit der AkademieGalerie verbinden, ob nun als Künstler, Galerist, Student, Kurator oder Betrachter, mailen Sie uns Ihre Meinung. Wir integrieren Ihren Kommentar gerne in dieses Forum "Auf ein Wort" (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!").

Daniel Bräg, heute Werkstattleiter Steinbildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München (Ausstellung "Obstgarten"):

"Es ist immer schön, von einem Gremium ausgewählt zu werden, und es ist besonders schön, wenn man von der AkademieGalerie ausgewählt wird. So kann man sich direkt im Umfeld der Akademie präsentieren. Meine damalige Ausstellung ‚Obstgarten' verlief reibungslos. Mit den ersten Ausstellungen verbindet man als junger Künstler natürlich auch viele Hoffnungen. Als Student wird man durch solche Ausstellungen allerdings auch mit der Realität konfrontiert. Es sind wichtige Erfahrungen, zum Beispiel Kontakte zu knüpfen und zu erhalten, Einladungskarten zu gestalten oder Pressegespräche zu führen."

Peter Reill, seine Ausstellung "U-Pool" (www.reillplast.de) war im Februar 2000 in der AkademieGalerie zu sehen :

"Die AkademieGalerie bietet aufgrund ihrer Umgebung einen in München einzigartigen Ausstellungsraum, der zwar schwierig, dafür aber um so reizvoller ist. Die Umgebung mit den Telefonzellen, den WC's, dem Kiosk und dem orange gekachelten U-Bahnsteig war das perfekte Ambiente für mein Hallenbad. Diese Umgebung und die großflächige Fensterfront der Galerie ermöglichten, daß diese raumbezogene Installation so gut funktionierte."

Eva Ruhland, freischaffende Video- und Multimediakünstlerin ("Screen Passing", Videoinstallation in der AkademieGalerie München 1991):

"Mit ‚Screen Passing' entstand eine der wichtigsten frühen Videoarbeiten. Über 100 Meter Kabel verbanden die Überwachungskameras der U-Bahn-Station Universität, dem Standort der AkademieGalerie, mit den beiden Beamern im Ausstellungsraum. Per Relais unterbrach die Projektion der einfahrenden U-Bahn regelmäßig den Ablauf der Videobilder, einem Mix von Live-Aufnahmen der vorbeiströmenden Passanten mit deren auf Tape aufgezeichneten Vorgängern. Der aktuelle Betrachter sah sich umgeben von den Gestalten der Vergangenheit und irritiert von den gespiegelten Bildern der Gegenwart."

Über Petra Gerschner (inzwischen Lehraufträge, Kuratorentätigkeit, Ausstellungen) schrieb Dennis Adams (Ausstellung Gerschner "Von zu Hause"):

"Ein bestimmendes Thema ihrer Arbeit ist die Geschichte des Kolonialismus und seine heimtückischen Hinterlassenschaften, die hinter zeitgenössischen Medienbildern lauern. Das Beunruhigende an Petra Gerschners Arbeit ist die Form des Umgangs mit gesetzten Ambivalenzen - in diesem
Fall das Bild der AkademieGalerie sowohl als öffentlicher als auch als privater Raum - um sie gegen sich selbst zu kehren."